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Prontolind Tattoo- und Piercingpflege

Tattoo-Entfernung mit Lasertechnik 

Das Prinzip

Die moderne Technologie gütegeschalteter Lasersysteme (Q-switch) eröffnet neuartige, wenig invasive Therapieformen zur Entfernung von unerwünschten Tätowierungen und Pigmentierungen. Die Laserbehandlung mit Q-switch ist die effektivste Möglichkeit um Tätowierungen ohne Narben möglichst vollständig zu beseitigen. Alternative sind das Abschleifen der Hauptschichten (Dermabrasion), abtragende Laserverfahren (z.B. CO²-Laser) oder chirurgische Eingriffe. Diese Verfahren sind allerdings mit Risiken und Narbenbildung verbunden. 

Die Wirkung des Q-switch Lasers besteht darin, dass sehr kurze (im Bereich 10 ns), intensive Laserimpulse eine Schockwelle auslösen, die das verkapselte Pigment zertrümmern. Diese kleinen Bruchstücke und Reaktionsprodukte können dann von den körpereigenen Fresszellen (Makrophagen) abtransportiert werden, größtenteils über das lymphatische System. 

Längere Impulse von ungeeigneten thermischen Lasern- oder IPL-Systemen, die z.B. zur Haarentfernung eingesetzt werden, sind nicht zur Tattoo-Entfernung geeignet und können Verbrennungen, Narben, Entzündungen, Farbumschläge und andere unerwünschte Nebenwirkungen verursachen, ohne dabei die Tätowierung vorhersehbar zu beseitigen. 

 

Anwendungsbeispiele

Je nach eingebrachtem Farbpigment reagiert eine Tätowierung unterschiedlich gut auf die Laserstrahlung deshalb können unterschiedliche Lasersysteme mit unterschiedlichen Wellenlängen (Farben) zum Einsatz kommen: 

Schwarz, Blau: YAG Laser, 1064 nm 

Rot : YAG Laser, 532 nm

Grün: Rubin Laser, 695 nm 

Helle Farben wie z.B. weiß, gelb, pink lassen sich nur schwer oder gar nicht mit dem Laser entfernen, da keine entsprechende Wellenlänge zur Verfügung steht. Zu tief gestochene Pigmente befinden sich außerhalb der Eindringtiefe des Lasers, welche zwischen 2-4 mm beträgt. 

 

Anzahl der Behandlungen

Die Anzahl der erforderlichen Behandlungen hängt von mehreren Faktoren ab: 

Welche Farben wurden verwendet ? 

Wie tief sind die Pigmente in der Haut verkapselt? 

In welcher Intensität wurde die Farbe eingebracht? 

Professionell, doppelt gestochene und sehr intensive Tattoos erfordern mehr Behandlungen als sogenannte ,,Laientattoos“ in geringer Intensität. 

Der Grad der Aufhellung bis hin zur vollständigen Entfernung ist sehr unterschiedlich. In einigen Fällen genügen bereits 1-2 Sitzungen um bspw. ein Cover-up drüber zu tätowieren. 

Eine Aussage über die voraussichtliche Anzahl der Sitzungen ist häufig erst nach einer Probebehandlung möglich. 

In den meisten Fällen sind 8-12 Sitzungen ausreichend, um ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen. 

Folgetermine sollten im Abstand von mindestens 4 Wochen vereinbart werden. Längere Pausen zwischen den Behandlungen sind für die Genesung förderlich. 

 

Die Behandlung

Während der Behandlung ist eine auf den Laser abgestimmt Schutzbrille zu tragen. Die Behandlungsfläche wird gereinigt und desinfiziert. Der fokussierte Laserstrahl wird über das Tattoo geführt und die Energie sowie die Frequenz werden dem jeweiligen Tattoo angepasst. Das Verfahren ist nicht schmerzfrei. Bei Bedarf können einzelne Hautareale vorher mit lokal wirksamen, anästhesierenden Cremes (z.B. Emla) behandelt werden. ASS z.B. Aspirin ist als Schmerzmittel weniger geeignet, weil dadurch die Blutgerinnung erniedrigt wird. 

 

Nach der Behandlung

Die behandelten Hautareale erscheinen sofort hell, was durch die entstehenden Luftbläschen in der Haut verursacht wird. Diese sofortige Depigmentierung ist leider noch nicht das erwartete Ergebnis. Unmittelbar nach der Behandlung tritt eine Hautrötung (Erythem) auf, welche auch durch eine kleine Schwellung begleitet werden kann. 

Der oberflächliche Austritt von Lymphflüssigkeit und Blut in diesem Bereich ist normal. Bei starkem Schmerzempfinden ist es möglich die behandelnde Stelle mit Coolpacks zu Kühlen. 

In den nachfolgenden Tagen können sich Verkrustungen bilden, die in aller Regel problemlos abheilen. Es wird empfohlen, antiseptische Externa zur Desinfektion (z.B. Octenisept oder ProntoLind) aufzusprühen. Bei entsprechender Veranlagung und Reaktion der Tattoofarbe ist eine weitere Blasenbildung nicht ausgeschlossen. Ein erhöhtes Risiko besteht in einer sekundären Infektion der Wunde nach der Behandlung. Daher sollte jegliches manipulieren der Kruste (kratzen) sowie starke Reibung durch Kleidung vermieden werden. Auch Besuche in einer Umgebung mit erhöhter Infektionsgefahr (Sauna, Schwimmbad, Gartenarbeit...) sind nicht empfehlenswert, bis die Wundheilung abgeschlossen ist.  

 

Risiken und Nebenwirkungen

Ausfallzeiten infolge der Behandlung treten nicht auf. Alle Aktivitäten in Beruf oder Freizeit können sofort wieder aufgenommen werden. Von intensiven Sport wird allerdings die ersten Tage nach der Behandlung abgeraten. Jede starke UV-Belastung der behandelten Hautpartie (Solarium, Sonnenstrahlung) vor oder nach der Behandlung erhöht das Risiko für Pigmentverschiebungen und sollte ebenfalls vermieden werden. Eine Hypopigmentierung (heller als übliche Hautfärbung) des gelaserten Hautbereichs normalisiert sich in aller Regel von selbst, kann aber durchaus einige Monate andauern. 

Schmerzen, welche länger als einen Tag nach der Behandlung auftreten, können auf eine Infektion hindeuten und sollten dem behandelnden Entferner mitgeteilt werden. Abhängig vom verwendeten Farbmittel können in einigen Fällen photochemische , zersetzungs- und Abbauprodukte entstehen, die als ,,Schädlich“ gelten, dies ist insbesondere bei einigen roten Pigmenten (z.B. PR 22) möglich. Die Art der vom Tätowierer verwendeten Farbstoffe ist allerdings meistens unbekannt.

• Ouch Bodypiercing und Tattoolaserentfernung • Braunschweig 2016 •